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PHALLOS= das bestimmende und kraftvolle Symbol der Masculinität
Die Psychologie des Phallos ist auch einer reinen Männer-Gruppe nicht einfach zu erklären, da sogar unter Männern dieses Thema nicht berührt wird. Dieses Seminar ist darauf ausgerichtet, das Thema einem gemischten Publikum offenzulegen, um dann nicht nur von der männlichen Seite sondern auch von der weiblichen Seite Antworten zu erhalten.
Jung schreibt: The Phallos is the source of life and libido, the creator and worker of miracles, and as such it was worshiped everywhere."
In der Antike war der Phallos ein heiliges Symbol, als äußere Manifestation des inneren Selbst. Männer errichteten Schreine in der Form eines Phallos und beteten zu ihnen. Alle phallischen oder maskulinen Eigenschaften sind abgeleitet vom Phänomen der erection as enspirited flesh".
Es ist unmöglich, über dieses Thema zu sprechen, ohne das männliche Sexualorgan zu erwähnen und darüber nachzudenken. Aber es ist sehr wichtig, daß die Diskussion nicht auf dieser Ebene bleibt.
The phallic symbol does not denote the sexual organ, but the libido, and however clearly it appears as such, it does not mean itself, but is always a symbol of the libido." (Jung)
Die Libido ist die Essenz von Kreativität und von Verbundensein. Sie bedeutet Extase und die geistige Bewegung vom Ich zum Selbst. Phallos bedeutet Bestimmung, Ausdruck, Sinn. Da alle Menschen Sinn in ihrem Leben brauchen, ist der Phallos in der männlichen Psychologie von vitaler Wichtigkeit.
Bis ungefähr zur sechsten Woche in der Enwicklung des Embryos gibt es keinen Penis, es ist im Grunde genommen ein weibliches Baby. An diesem Punkt in der Enwicklung, bestimmt die genetische Disposition, die durch den männlichen Elternteil beigesteuert wurde, das Geschlecht des Kindes. Aus diesem Bild können wir ersehen, daß Wachstum des Penis beim männlichen Kind eine spätere, wichtige Enwicklung ist; weiblich = ursprünglich: männlich = zusätzlich.
Dieser Zusatz ist sehr wichtig für das Selbstbild der Männer, den phallus wegzunehmen, zu beschädigen oder zu beschimpfen, bedeutet, dem Mann den tiefsten Sinn über sich selbst als männliche Person wegzunehmen, zu beschädigen oder zu beschimpfen. Die Beschädigung des phallus ist gleichbedeutend mit Kastration und Kastration ist gleichbeteutend mit Feminität. Es ist wichtig, anzumerken, das ich mich hier auf die Maskulinität ( Phallos ) und auf die Femininität der Mythologie beziehe, und nicht auf die Geschlechtsbezeichnung männlich / weiblich.
Die femininen Züge und Stärken sind ebenfalls sehr wichtig für die männliche Gestalt wie es auch die maskulinen Züge für die weibliche Gestalt sind. Und es ist natürlich nicht seltsam, sich gut und richtig als Frau zu fühlen, wenn Du als Frau geboren bist. Aber als Mann, das größte äußere Symbol der Männlichkeit zu verlieren und sich zu fühlen als seist Du nun weiblich, kann äußerst bedrohlich sein. Viele Männer, die sich einer operativen Geschlechtsumwandlung unterzogen haben, haben entdeckt, daß sie psychologisch nicht geeignet sind, eine Frau zu sein und daß der Verlust ihres männlichen Organs nicht zu ertragen war.
Im westlichen Denken wurde das Feminine als ein mehr unbewußter Prozeß betrachtet und das Maskuline als eine eher bewußte Aktion. Jetzt wo die Frauen und auch die Männer aufstehen und die alten maskulinen Umgangsweisen konfrontieren, werden die phallischen Symbole" in unserer Gesellschaft angegriffen.
Solange wie der Mann keine neue Balance in seinem Leben findet und er wieder fühlt, daß er ganz und sicher und maskulin ist, wird er auf diese Veränderung unter Umständen mit Panik reagieren können. Es gibt eine Qualität in der extremen männlichen Wut, die ausdrücklich auf die Kastration - die einem absoluten männlichen Entsetzen entspricht -gerichtet ist. Die Grundlagen der extremen männlichen Wut beginnen sich zu bilden, wenn die männlichen Schwächen nicht länger verborgen werden können.
Ist die extreme männliche Wut irrational oder repräsentiert sie eine echte, tiefgründige Furcht vor dem Verlust des wertvollsten Besitzes?
Dies ist eine sehr ernste Frage, mit der wir heute konfrontiert sind, und es ist eine Frage, die offen diskutiert werden muß, in Männergruppen, in Frauen-gruppen und in gemischten Gruppen, so wie in diesem Seminar.
Physische Maskulinität und psychologische Maskulinität sind voneinander abhängig. Sis müssen zusammen diskutiert werden. Der Phallos ist ein archetypisches Symbol, das in vielen äußeren Strukturen gesehen werden kann und ist gleichzeitig ein wichtiger Teil der männlichen Anatomie. Der Phallos ist für den Mann sowohl innen" wie außen".
Dieses Seminar ist darauf ausgerichtet, sowohl den männlichen als auch den weiblichen Fragen und Anliegen Raum zu geben. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, daß wir uns auf die männliche Psychologie konzentrieren werden und darauf, wie sie uns selbst als Mann betrifft und welchen Einfluß sie auf andere Männer nimmt, auf Frauen und auf die Welt um uns.
© Leif Dag Blomkvist
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